Dienstag, 6. März 2012

Shaken, Not Stirred

Nein, nicht von mir gemixt, nur getrunken.
Goddammit. Ich schüttelte meine Martinis, seit ich sie überhaupt mixen konnte, und im althergebrachten Mischungsverhältnis von fünf zu eins, gerne mit Gordon's, ebenso gerne mit Finsbury, Platinum aber in diesem Fall, denn der "normale" Finsbury war eher ein Kandidat für eine schnelle Waschung mit Tonic. Tanqueray würde ich nehmen, wenn ich ihn geschenkt bekäme (der Preis), Hendricks hatte mich noch nie überzeugt, und Bombay Saphire war, auch wenn eine Literfalsche von dem Zeugs in einer dunklen Ecke auf ihren großen Tag wartete, einfach zu blumig, um einen anständigen Martini zu ergeben - ich wollte einen Drink und kein florales Arrangement. Anyway.


Heute jedenfalls rührte ich das verdammte Ding, aus einer Laune heraus, und nachdem ich bereits einen geschüttelten dem Organismus zugeführt hatte. Und was sollte ich sagen: Das Ergebnis war ein anderes, tatsächlich gar grundlegend anders. Ich war mir noch nicht sicher, ob das eine gute Sache war. Wo der geschüttelte Martini crisp war, ein bisschen perlend vielleicht sogar, war der gerührte, wenn man ihn richtig rührte und nicht einer von den Schnarchnasen war, die am Wermut sparten, war der gerührte also smooth, mehr aus einem Guss, natürlich damit auch weniger an- und aufregend, aber dennoch, irgendwie... 
Fest stand, dass ich das Experiment wiederholen musste. Blindverkosten vielleicht noch. Wissenschaft, wie sie im Buche stand. Mannomann. Was man noch entdecken konnte.

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