Dienstag, 8. November 2011

Occupy

Rastlos, ruhelos, verwirrt - und doch bestimmt, zielgerichtet, bewusst. 
In was für einer Welt wir leben! Eine Spiegelung, eine Verzerrung, vorgeprägt von Lügen in fremde und eigene Taschen, und das Reale geht darin zugrunde.


Es ist so wichtig, dass wir einander kennen - so wichtig, dass wir unsere Augen öffnen. Atomisiert sind wir, zum Opfer gemacht, gelähmt und blind. Den Spieß umdrehen: zusammenschließen, handeln, erschaffen, die Augen öffnen: dancing to a different tune. Wähle aus - um aber wählen zu können, muss eine Bewusstsein wachsen für das, was uns allen als Menschen von Nutzen ist, wann ein Leben erblühen kann, und was es zugrunde richtet, wenn wir ihm (weiterhin) zuviel Platz einräumen. Lebende Leichname auf einer sinnlosen Reise - wie weit soll diese Reise noch gehen, und zu welchem Ziel? Der Orkus der Hölle wird als Destination überschätzt.


Im Wählen aber gibt es nichts zu wählen. Nicht der Ersatz eines Denkmodelles durch ein anderes schwebt uns vor, kein Kampf der Paradigmen. In der Erklärung des Ziels liegt das Scheitern, das wahrhaftige, kommende Scheitern: Weil ein, mehrere, alle Ziele allein der Wirklichkeit nicht gerecht werden können - weil sie dynamisch und lebendig ist, und es nur unser eigenes, überkommenes Denken ist, dass sie in etwas Totes verwandelt, sie tötet, im wahrsten Sinne des Wortes.
Also gilt es zunächst schlicht zu fragen, und auch einander zu fragen: Was soll es sein? Was könnte es sein? Die Grenze sind wir selbst, unsere Vorstellung, unser Wollen. Vor dem Denken war die Welt. In dieser Realität hingegen häufen wir noch immer nur Steine auf unsere Köpfe.
Wählen, ohne zu wählen. Ausschenken, und dabei immer voller und reicher werden. Das ist Occupy.


Am Ende wird eine Aussage stehen, für jene, die es dann doch lieber mit einer solchen haben, die denken, alles, was es sei, sei ein Nein. Und es wird ein JA sein, ein JA zum Menschen, zu unser aller Leben und Wert.
Am Ende entpringt aus der Verneinung die allumfassende Bejahung.

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